Eastern Lights

 

Das Projekt Eastern Lights ist eine von der EU im Rahmen von Horizon Europe geförderte Initiative zur Entwicklung eines groß angelegten Clusters für CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) in Osteuropa, insbesondere in Nordwest-Bulgarien. Ziel ist es, die technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die dauerhafte Speicherung von CO₂ in salinen Aquiferen zu schaffen und damit einen Beitrag zur Klimaneutralität Europas bis 2050 zu leisten.

Im Rahmen des Projekts wird eine vollständige CO₂-Transport- und Speicherinfrastruktur aufgebaut, einschließlich der Errichtung einer kurzen Pipeline und der Durchführung von Injektionstests. Dabei werden umfangreiche geologische und geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, um die Sicherheit und Machbarkeit der CO₂-Speicherung zu gewährleisten. Das Projekt wird von Holcim Bulgaria koordiniert und umfasst 19 Partner aus 8 Ländern, darunter renommierte Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer IEG, CNRS und CSIC. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von CO₂-Quellen aus der Region und angrenzenden Ländern, wie beispielsweise der Tüpraş-Raffinerie in der Türkei, um grenzüberschreitende Lösungen für die Dekarbonisierung zu entwickeln. Eastern Lights dient somit als Modellprojekt für die Umsetzung von CCUS-Technologien in Osteuropa und unterstützt die EU-Klimaziele im Rahmen des "Fit for 55"-Pakets.

Fördergeber: EU Komission

Projektleitung: Fraunhofer SCAI

Ansprechperson aus dem CINES: Mehrnaz Anvari

Beteiligte Fraunhofer-Institute: Fraunhofer SCAI, Fraunhofer IEG

Laufzeit: 2024-2027